Die Rubrik Pflanzen

Pflanzen im Abendlicht

"Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit"

Johann Wolfgang von Goethe

Warum über Pflanzen schreiben? Das Thema Pflanzen ist eines, das mich schon länger immer mal wieder gestreift hat. Immer wieder mal hatte ich Berührungspunkte mit. Lange konnte ich aber nichts damit anfangen. Ich brauche Natur um mich herum, liebe die Nähe zu Wald, die Weite, laufe viel lieber im Wald als auf Straßen.  Ich war fasziniert von der Natur und Pflanzenwelt – anderswo. Da fahren wir in allemöglichen Länder der Welt und sind fasziniert von den Landschaften – und haben keine Ahnung, was vor unserer Haustür wächst. 

Die Vorstellung, irgendwann zu sterben und keine Ahnung zu haben, in welcher Welt ich da eigentlich gelebt habe, finde ich traurig. Aber die Vielfalt, diese riesige Welt der Pflanzen und Heilkräuter kann auch abschrecken. Wo soll man denn da anfangen?

Ich würde sagen, im Garten, in der nächsten Wiese, mit dem was uns umgibt. Und wer einmal damit begonnen hat, wird seine Welt plötzlich ganz anders wahrnehmen. Das äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit. – dieses Zitat bringt es auf den Punkt. Wir nehmen diese Schätze der Natur meist nicht einmal wahr. Und wenn, dann fallen uns vielleicht ein paar schöne Blüten auf. Aber das ist nur ein kleiner Teil der Pflanze. Ein kleiner Teil von dem was sie kann. Sich mit Pflanzen zu beschäftigen verändert nicht nur die Wahrnehmung. Es verändert die Wertschätzung. Es verändert uns. Um ihre Kraft zu wissen macht glücklich und unabhängig, schließlich weiß man irgendwann, welche Pflanze einem gut tut und wo sie helfen kann. Mutter Natur sorgt für uns. Nährt uns. Mit allem, was wir brauchen. Und plötzlich fühlen wir uns  verbunden. In Kontakt mit unserer ureigenen Natur. Denn das ist es doch schließlich – auch wir sind Lebewesen und Teil des Ganzen.

In dieser Rubrik wird es kurze Pflanzenportraits geben. Ein paar Infos zu Pflanzen, die uns umgeben. Es soll Lust machen, auf die Suche zu gehen, die Welt mit anderen Augen zu sehen und vielleicht ein bisschen tiefer einzusteigen.